Am Wochenende mussten die Freyunger Korbjäger zwei herbe Niederlagen einstecken. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft verlor jeweils knapp in den letzten Sekunden.
Den Anfang machten die Damen bei den Dauerrivalinnen aus Tittling. Bei den Granits konnten die Freyungerinnen noch nie eine Sieg verbuchen, mussten aber auch diesmal ohne Daniela Jungwirth als Punktegarantin und ohne Tina Rauch als Verstärkung für die Center antreten. Das erste Viertel wurde, wie bei den Damen schon fast Tradition, in den Sand gesetzt und ging mit 17:7 an die Gastgeberinnen. Diesem Rückstand liefen die TVlerinnen die gesamte Partie über hinterher, gerieten aber zur Halbzeit sogar noch weiter ins Hintertreffen, sodass beim Stand von 32:20 die Seiten gewechselt wurden. Nun musste der Trainer notgedrungen die Spielerinnen zu einem wahren Kraftakt motivieren, da nur durch eine druckvolle Pressverteidigung ein Sieg noch möglich zu sein schien. Eine ganze Halbzeit lang kämpften die Freyungerinnen verbissen und mit großem Einsatz, vor allem Jasmin Baumann und Michaela Gahbauer, die gegen die starke Aufbauspielerin aus Tittling keine leichte Aufgabe hatte, lieferten eine hervorragende Verteidigungsarbeit ab. Doch bis zum vierten Viertel konnte nur ein Punkt wettgemacht werden, da im Offensivspiel der Gäste nur Linda Hartig, nicht umsonst zweitbeste Scorerin der Liga, überzeugen konnte. Im letzten Spielabschnitt sollte es aber nochmal spannend werden. Den Freyungerinnen war klar, dass nur noch enormer Kampfgeist in der Verteidigung und das nötige Glück im Angriff zu einem Sieg verhelfen konnten. Daher wollte man ersteres zeigen und auf letzteres hoffen. Tatsächlich hatte man sich durch die sehr gute Defense bis drei Minuten vor Schluss auf sechs Punkte an Tittling heran gekämpft. An der Lautstärke der zahlreichen Zuschauer war es zu bemerken, dass das Spiel zu kippen drohte und sich die Freyungerinnen am aufsteigenden Ast befanden, während die Gastgeberinnen schon im Spielaufbau enorme Probleme hatten. So kam es, dass die TVlerinnen die Möglichkeit hatten, auf vier und dann sogar auf zwei Punkte zu verkürzen, was dem Spiel wohl ein anderes Ende beschert hätte. Doch soweit kam es nicht, weil die vermeintlich einfachen Punkte nicht gemacht wurden sondern im Gegenzug die Granits diese Schwäche nutzten, um sich wieder zu fangen. Eine Minute vor Schluss war er alte Rückstand von zehn Punkten wieder hergestellt und das Spiel somit leider wieder zugunsten der Tittling Granits mit 57:46 entschieden. Die Tittlingerinnen haben sich somit souverän die Meisterschaft in der Kreisliga gesichert und können nächste Saison in der Bezirksliga mitmischen. Für die Freyungerinnen steht dagegen noch in den Sternen, wie es in der nächsten Spielzeit weitergeht, da die Liga in ihrer jetzigen Form mit drei Mannschaften keine echte Lösung darstellt.
Für Freyung spielten: Linda Hartig (23, 9/12), Michaela Gahbauer (7, 1/1), Lena Gaisbauer (5, 1/1), Lisa Pauli (5, 1/8), Jasmin Baumann (4, 0/2), Stephanie Stangl (2) und Karina Bauer.
Im Anschluss bestritten die Herren daheim gegen Straubing ihr letztes Heimspiel. Leider war auch hier das erste Viertel ein Reinfall. 27:14 ging dieser Abschnitt an die Gäste, was vor allem am furiosen Beginn des Straubinger Topscorers Schwarz lag, der in diesem Viertel 20 Punkte, dafür aber im weiteren Spielverlauf nur noch sieben Punkte auf sein Konto schreiben konnte. Das lag hauptsächlich an der deutlich verbesserten Defense der Freyunger, allen voran Benjamin Zillner, der den Gegner unter enormen Druck setzten konnte. Auch der Youngster Marvin Manzenberger zeigte sein bisher bestes Spiel und konnte nicht nur in der Defensive durch schöne Aktionen gefallen. So gelang es den Hausherren bis zur Halbzeit auf 32:33 an die Gäubodenstädter heran zu kommen. Eine noch nie gezeigte Schwäche äußerste sich an diesem Nachmittag allerdings jenseits der Dreipunktelinie. Lediglich ein einziger Dreier konnte während dem gesamten Spiel im gegnerischen Korb versenkt werden, wohingegen die Gäste ganze zehn erfolgreiche Dreipunktewürfe zu verzeichnen hatten, was mitunter ein entscheidender Faktor für die letztendlich unvermeidbare Niederlage war. Das dritte Viertel ging leider wieder mit fünf Punkten Differenz verloren, jedoch blieb für die sechs Punkte Aufholjagd im vierten Viertel noch genügend Zeit. Zwar antworteten die Straubinger auf die nun besser werdende Offensive der Gastgeber immer wieder mit Dreiern doch tatsächlich konnte Freyungs Topscorer Tanzer zwei Minuten vor Schluss durch einen Bonusfreiwurf zum 65:65 ausgleichen. Ein ähnlicher Krimi wie letzte Woche gegen Sonnen bahnte sich an. Coach Florian Uhrmann, der bereits bei den vorhergehenden Begegnungen auf einen Einsatz verzichtete, um dafür den Trainerposten zu übernehmen, schwor das Team in einer Auszeit darauf ein, den Gegner sofort zu foulen, um so wieder in Ballbesitz zu kommen und schnelle Körbe machen zu können. Durch diese Freiwürfe waren die Gäste bis auf 71:67 enteilt, bevor wenige Sekunden vor Schluss durch einen hervorragenden Schnellangriff auf 71:69 verkürzt werden konnte. Darauf folgten wieder Freiwürfe für Straubing, von denen aber keiner verwandelt wurde. Sofort schnappte sich der Freyunger Neuzugang Uli Franke den Ball und lief einen Fast Break, legte auf den mitlaufenden Philipp Tanzer ab, der wurde aber gefoult und konnte somit mit seinen beiden Freiwürfen den Ausgleich erzielen. Doch obwohl er bisher von der Linie gut traf, vergab er den letzten Wurf und somit die Chance zum Ausgleich, weshalb der Gegner ebenfalls wieder an die Freiwurflinie geschickt werden musste. Diese letzte Chance nutzten die Straubinger und verwandelten beide Würfe zum Stand von 73:70. In den letzten fünf Sekunden wollten die TVler nun noch einen Dreipunktewurf durch Sebastian Pfänder versuchen, der bisher als einziger getroffen hatte. Dabei wollten die Hausherren ein Foul von den drei Straubinger Verteidigern gesehen haben, was die Schiedsrichter aber anders bewerteten, sodass das Spiel mit drei Punkten Unterschied verloren ging. Den Freyunger Basketballherren fehlten diesmal, ähnlich ihren weiblichen Kolleginnen, das nötige Quäntchen Glück in der Offensive, vor allem jenseits der Dreierlinie. Doch auch angesichts einer so bitteren Niederlage, sind die Freyunger Basketballherren aufgrund der guten personellen Situation während der nun auslaufenden Saison und der oft sehr guten Leistungen in dieser Aufstiegsrunde recht zufrieden und reisen zum Saisonabschluss am Samstag nochmal nach Zwiesel.
Für Freyung spielten: Philipp Tanzer (31, 9/12), Sebastian Pfänder (14, 1 3er, 1/2), Michael Dirndorfer (8), Marvin Manzenberger und Benjamin Zillner (jeweils 6), Benedikt Schraml (3, 1/2), Florian Stangl (2), Ulrich Franke und Heinz Lang.