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Katastrophenspiel
Verfaßt von Flo am 07.02.2010, 21:21
Beim Spitzenreiter der Bezirksliga, dem MTV München, hatten die TV-Mädels nichts zu bestellen. In der Landeshauptstadt lieferte man zum zweiten Mal (das Spiel in Weilheim war dem Trainer noch gut in Erinnerung) eine indiskutable Leistung ab. Bereits am Anfang geriet man mit 12:2 in Rückstand. Durch eine gute Pressverteidigung fanden die Freyungerinnen allerdings wieder ins Spiel zurück, sodass das erste Viertel „nur“ mit 18:7 verloren ging. Der weitere Spielverlauf war nichts anderes als eine reine Katastrophe. Die Defense war bis auf das Reboundverhalten relativ stabil. Natürlich konnte die gegnerische Centerin, die in Bezug auf das Hinspiel an ihrem Wurf deutlich trainiert zu haben schien, weder beim Rebound noch beim punkten gestoppt werden und machte 54 Punkte. Dass die anderen Münchner Spielerinnen aber sehr viele Offensivrebounds ergatterten war weitaus ärgerlicher. Zur Offense ist nur ein Wort zu sagen: Katastrophe! Der Vergleich mit einer Gruppe enthaupteter Federtiere trifft das Bild wohl am besten. Der Ball wurde vom Aufbau noch gut vorgetragen, doch dann waren aufgrund der fehlenden Struktur im Spiel unnötige Fehlpässe stets die Endstation im Freyunger Angriffsspiel. Nur ein einziges Mal in 40 Minuten gelang das sonst so gut funktionierende Passspiel. Mangelnden Kampfgeist kann man den jungen Basketballerinnen sicherlich nicht vorwerfen, doch durch diese Verbissenheit fehlte jegliche Disziplin, mit der sonst die taktischen Maßnahmen umgesetzt werden. Die Folge war, dass keine Position am Spielfeld richtig besetzt war. Natürlich darf bei dem 110:29 Debakel auch der Trainer nicht außen vor gelassen werden: Zuerst Überraschung, dann Ärger, gefolgt von Wut und zum Schluss auch Ratlosigkeit, ob der Nutzlosigkeit seiner Anweisungen war die Reaktion des Coachs auf seine wie neben sich stehenden Spielerinnen. Motivation, klare Ansagen, disziplinierteres, ruhigeres Auftreten und den Spaß ins Spiel zurückzubringen wären die besseren Antworten gewesen.
Alles in allem sollte die Mannschaft diesen Mittag in München wohl einfach vergessen und sich auf das letzte Auswärtsspiel gegen Mammendorf am 28.02.2010 konzentrieren, denn viele Lehren sind aus so einem verkorksten Spiel eher nicht zu ziehen.
Für Freyung waren anwesend: Martina Fuchs, Michaela Gahbauer (4), Linda Hartig, Victoria Hoffmann (2), Helena Janotta (3), Daniela Jungwirth (14), Lisa Pauli und Stephanie Stangl (6).






